Forschung zur Konversion von CO2 an der Technischen Universität München. Bild: Andreas Heddergott / TUM
Schwarzes Arsen-Phosphor: halbleitendes Material mit 2D-Struktur ähnlich der des Graphens hergestellt in der Arbeitsgruppe Prof. Tom Nilges. Bild: Andreas Battenberg / TUM
Prof. Dominik Bucher verwendet Defekte im Diamanten (NV-Zentren) als Quantensensoren für die NMR-Spektroskopie im Nano- bis Mikrobereich. Bild: Andreas Heddergott / TUM
Forschung zu multifunktionellen supramolekularen Materialien für die Energiespeicherung u. Energiekonversion. Bild: Astrid Eckert / TUM
Slide 1 von 7
Unsere Forschung
Unsere Forschungsbereiche können in zwei wesentliche Aspekte unterteilt werden: 'Chemie und Energie' sowie 'Chemie der Nachhaltigkeit'. Durch unsere Forschung versuchen wir, die herausforderndsten Probleme der gegenwärtigen und nahen Zukunft der Gesellschaft anzugehen. Die zugehörigen Forschungsinstitute auf unserem Campus spielen dabei eine Schüsselrolle.
Chemie und Energie
Um den enormen Energiebedarf der Gesellschaft zu decken, müssen neue Konzepte entwickelt werden, um Energie in chemischen Bindungen zu speichern und zu nutzen. Unser Department widmet sich dabeu einer Vielzahl von Rohstoffen, synthetischen Kraftstoffen und Speichersystemen. Die Forschung erstreckt sich von der Untersuchung mikroskopischer chemischer Prozesse über die Herstellung neuer Materialien bis hin zur Entwicklung neuer Technologien.
Im Green Carbon Projekt erforscht der TUM Biotechnologe Prof. Dr. Thomas Brück, vom Werner Siemens-Lehrstuhl für Synthetische Biotechnologie, zusammen mit Partnerfirmen wie sich Rohstoffe für Carbonfaser-Bauteile nachhaltig aus Algen und Hefen herstellen lassen. Bild: Andreas Heddergott / TUM
Auf dem Weg zu einem vollständig erneuerbaren Materialkreislauf müssen vielfältige Rohstoffe jenseits von Rohöl genutzt werden. Dies erfordert die Entwicklung effizienter chemischer Umwandlungsprozesse für Rohstoffe wie Schiefergas als Brückentechnologie. Neben diesen fossilen Ressourcen dient Biomasse als Alternative für die Produktion von Energieträgern. Die Entwicklung erneuerbarer biogener Zwischenprodukte verknüpft die Forschung auf dem Gebiet von Energie und Nachhaltigkeit.
Blick in die Hohlräume des Katalysators. Bild: Andreas Heddergott / TUM
Die Umwandlung von Wasser und Kohlenstoffdioxid bietet das Potenzial für die groß angelegte Produktion von synthetischen Kraftstoffen. Zu den Zielemolekülen zählen Wasserstoff sowie Kohlenwasserstoffe wie Methanol. Neue Lösungen für die Trennung und Speicherung von Gasen sind integraler Bestandteil unserer aktuellen Forschungen.
Forschung zu multifunktionellen supramolekularen Materialien für die Energiespeicherung u. Energiekonversion. Bild: Astrid Eckert / TUM
Nachhaltig erzeugter Strom erfordert die Entwicklung effizienter chemischer Systeme für die Speicherung und Freisetzung von Energie auf Abruf. Zu den Lösungen zählen neuartige Brennstoffzellen, Batterien und thermoelektrische Materialien.
Unser Planet Erde ist - energetisch gesehen - ein offenes System, aber streng geschlossen in Bezug auf die Verfügbarkeit von Materie. Innerhalb dieser Grenzen muss die Chemie der Zukunft auf die Bedürfnisse der Gesellschaft reagieren. Daher müssen wir den Anforderungen begrenzter Ressourcen gerecht werden, während wir unnötige Emissionen vermeiden, um unsere Lebensraum zu erhalten.
Im Green Carbon Projekt erforscht der TUM Biotechnologe Prof. Dr. Thomas Brück, vom Werner Siemens-Lehrstuhl für Synthetische Biotechnologie, zusammen mit Partnerfirmen wie sich Rohstoffe für Carbonfaser-Bauteile nachhaltig aus Algen und Hefen herstellen lassen. Bild: Andreas Heddergott / TUM
Viele derzeitige industrielle Prozesse sind offene chemische Kreisläufe, bei denen CO2-Emissionen anfallen oder Stoffe entstehen, für die eine Entsorgung oder Weiterverwertung gefunden werden muss. Obwohl die Chemie wichtige Lösungen bieten kann, um chemische Kreisläufe zu schließen, ist dieses Potenzial heute bei weitem noch nicht ausgeschöpft. Ein Hauptaugenmerk in der Forschung liegt in den Bereichen Kohlenstoffkreislauf, Nährstoffe und Chemikalien in Wasserkreisläufen, um diese Problematik anzugehen.
Probenhalter mit drei Einkristallen, auf deren Oberfläche die Katalysatorpartikel abgeschieden werden. Bild: Andreas Heddergott / TUM
Viele aktuelle chemische Prozesse leiden unter mangelnder Selektivität, erzeugen unerwünschte Nebenprodukte und verbrauchen eine übermäßige Menge an Energie. Die Katalyse ist eine Schlüsseltechnologie, die diese Herausforderungen der Prozesseffizienz angeht und gleichzeitig neue Wege zu neuartigen molekularen Strukturen eröffnet. Hauptziele in Bezug auf die Prozesseffizienz sind: Niedrigtemperatur-Transformationen, selektive Bindungsaktivierung und dynamische Selbstorganisation.
Effiziente Umwandlung von Erdgas: Eingebautes Kupfer verleiht dem Zeolith seine blaue Farbe. Bild: Andreas Battenberg / TUM
Trotz begrenzter Verfügbarkeit verlässt sich die heutige Gesellschaft auf den übermäßigen Verbrauch von Ressourcen. Dies bedeutet, dass bestehende Prozesse im Hinblick auf die Ressourceneffizienz überarbeitet werden müssen. Überschüssige Abfallströme und die begrenzte Verfügbarkeit entscheidender Ressourcen zwingen uns dazu, die Wirtschaftlichkeit chemischer Reaktionen neu zu überdenken, um eine 'Zero-Waste-Chemie' zu erreichen. Dies beinhaltet die Untersuchung von auf der Erde reichhaltig vorhandene Materialien und den Einsatz von Lichterntesystemen.
Abstract: The design of artificial photoenzymes by incorporating synthetic chromophores into proteins represents a promising strategy to achieve non-natural biocatalytic transformations with high levels of…
Boesen, Benedikt; Heider, Anna; O’Shea, Jack M. et al.
Abstract: The photocycloaddition of 1,1-dimethylallene to various aromatic carbonyl compounds was found to occur exclusively at the benzene core. While the reaction with methyl 2-methoxybenzoate resulted in a…
Abstract: A series of N,N-disubstituted buta-2,3-dienamides was prepared from 3-butynoic acid and probed as substrates in a light-induced photocyclization. It was found that xanthen-9-one (10 mol%) promotes the…
Hofer, Johannes; Bertrams, Maria Sophie; Kerzig, Christoph; Bach, Thorsten
Abstract: Upon catalysis (1 mol %) by a chiral cobalt porphyrin, quinazolinones with a tethered diazo alkane precursor underwent an enantioselective C–H alkylation at carbon atom C4. Formation of five-, six-,…
Buchelt, Christoph; Breitenlechner, Stefan; Zuber, Julian; Huber, Stefan M.; Bach, Thorsten
Abstract: Chromanes are frequently encountered as chiral structure elements in active pharmaceutical ingredients (APIs). We have now discovered an access to enantiopure chromanes, which employs a 1:1 mixture of…
Ghosh, Biki; Iglhaut, Maximilian; Babushkina, Daria et al.
Abstract: Biomolecular function arises from phenomena spanning several lengths and time scales, from electronic rearrangements and charge transfer to conformational dynamics and cellular-scale processes. To…
Gerhards, Luca; Hungerland, Jonathan; Schuhmann, Fabian et al.
International Journal of Refractory Metals and Hard Materials
Abstract: The nucleation of various MoO2 starting materials was investigated on a laboratory scale during the second reduction step from MoO2 to Mo of the two-step reduction process from MoO3 to Mo. It was…
Rainer, S.; Willinger, M. G.; Willinger, E.; O'Sullivan, M.; Huppertz, H.
Abstract: Intermetalloid clusters are considered as highly charged soluble models for intermetallic phases. While their bonding situation is not fully understood, their solubility makes them promising…
Fajman, C. E.; Dankert, D. M.; Coburger, P.; Klein, W.; Fässler, T. F.
Abstract: The chemical system Li/Ti/P has previously been subject to intensive investigation. However, reliable structural data for the reported phases have remained elusive. Motivated by the growing interest…
Müller, David; Kutsch, Tobias; Zeitz, Sabine et al.
Abstract: Solid electrolytes are a key feature of all-solid-state batteries, which represent advanced energy storage systems. The investigation of electrochemical properties of promising materials is essential…
Merk, Samuel; Meyer, Jan; Müller, David; Fässler, Thomas F.